Historisches

Die erste urkundliche Erwähnung des Dorfes Passade stammt aus dem Jahre 1373.
Es war das Jahr, in dem am 9. Februar die Edelleute Tymmo und Nicolaus Block ihren Hof und das unversehrte Dorf, genannt Passade, an das Nonnenkloster in Preetz verkauften. Wie lange die Brüder Block zu diesem Zeitpunkt bereits in Passade gelebt hatten, ist leider nicht bekannt. Ebensowenig weiß man darüber, wer vor ihnen Hof und Dorf in Besitz hatte. Sicher ist aber, daß Passade wesentlich älter ist, älter als die meisten der ursprünglich 20 Probstei-Dörfer.

Die Verkaufsurkunde
Eine Übersetzung der ursprünglich in Latein verfaßten Verkaufsurkunde von 1373

Der Name Passade ist wendischen Ursprungs: Passade = Potzade = Dorf am See, so lernten es unzählige Schülergenerationen früher in der einklassigen Dorfschule hier am See.

Eine weitere Besonderheit, die ebenfalls in der Schule gelehrt wurde, war und ist der Wallgraben, dessen Reste noch vorhanden sind. Früher umschloß er den Edelhof wohl vollständig. Der Hufner Jochim Krützfeld (1753-1820) fuhr zunächst eine Ecke dieses Walls ab und verteilte die Erde auf einer nahegelegenen Koppel. Er bemerkte, daß das Getreide viel üppiger wuchs und alle Erwartungen überstieg. So beschloß er, auf allen anderen Koppeln auch Erde von diesem Wall zu verteilen. Die Fruchtbarkeit soll länger angehalten haben als sonst durch Mergelung.

Der Wallgraben
Die Reste des Wallgrabens

Aus den Aufzeichnungen des Klosters Preetz geht hervor, daß Passade von Beginn an vier Hufen, also große Bauernhöfe hatte und zunächst acht Katenstellen. Im Laufe der Jahre kamen noch einige Katen hinzu und 1933 durch die Aufsiedelung des Meierhofes Wulfsdorf auch vier Siedlungsstellen. Bei den vier Bauernhöfen blieb es jedoch – sie bestehen noch heute. Durch die Flurbereinigung in den sechziger Jahren wurde es möglich, eine der Siedlungen auf einen fünften Bauernhof zu vergrößern.

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